Natur und Kultur im Erzgebirge

Beim Erzgebirge handelt es sich um ein Mittelgebirge in Sachsen, das ca. 150 km lang und durchschnittlich 40 km breit ist. Auf Grund der hohen Gesteinsvorkommen wurde die Region früher häufig für den Bergbau genutzt. Der höchste Berg des Erzgebirges ist der Kerlberg mit einer Höhe von 1244 Metern, gefolgt vom Fichtelberg mit einer Höhe von 1215 Metern und vielen anderen Erhebungen über 1000 Metern. Zudem gibt es hier viele Wiesen, Steinrückenlandschaften, Wälder und Hochmoore. Deshalb eignet sich die Region bestens zum Radfahren mit einem Mountainbike oder Plissee Rad, zum Wandern, Spazieren und Laufen. Man ist hier vollkommen im Einklang mit der Natur, kann die Ruhe genießen und sich vom stressigen Arbeitsalltag erholen.

Auf Grund der hohen Lagen ist es im Erzgebirge häufig kälter als in umliegenden Regionen. Vor allem der Winter ist hier immer sehr hart, lang und schneereich. Deshalb kommen aber auch immer viele Wintersportler zum Skifahren oder Rodeln in die bergische Region. Vor allem Oberwiesenthal, als höchstgelegene Stadt Deutschlands ist dann besonders beliebt.   

Doch mit der Zeit entwickelte sich aus dem Bergbau immer mehr eine Holzwaren- und Spielzeugherstellung, so zum Beispiel auch die Uhrenindustrie in Glashütte. Vor allem auch durch erzgebirgische Bräuche und erzgebirgischer Volkskunst in der Weihnachtszeit ist die Region sehr bekannt. Denn hier entstehen zahlreiche Räuchermännchen, die überall für weihnachtlichen Duft sorgen, Weihnachtspyramiden, Schwibbogen, Nussknacker und viele andere Dekoartikel, mit denen man die Wohnung weihnachtlich schmücken kann. Überall leuchten dann die Fenster, es duftet nach Zimt und es ist kuschelig und gemütlich. Wenn man in der Winterzeit ins Erzgebirge reist, kann man am Tag Skifahren, nachmittags über einen Weihnachtsmarkt schlendern, Mandeln essen und Glühwein trinken und es sich abends mit einer heißen Tasse Tee und Plätzchen an einem Kaminfeuer gemütlich machen. Dazu zündet man ein Räuchermännchen an, legt klassische Weihnachtsmusik in den CD-Player und kuschelt sich aufs Sofa.     

Eine Reise ins Erzgebirge lohnt sich also nicht nur im Sommer, um Rad zu fahren oder die Gegend beim Wandern zu erkunden, sondern vor allem auch in der Weihnachtszeit, wo es überall glitzert und leuchtet, man durch den Schnee stapft und sich an der weihnachtlich geschmückten Region erfreuen kann.